M1: Derbysieg und Klassenerhalt
27.04.2026
SG Hegensberg-Liebersbronn - TSV Wolfschlugen 37:29 (16:15)
Die
rund 300 Zuschauer in der Sporthalle an der Römerstraße hatten ihre
Sitzplätze längst aufgegeben und spendeten stehenden Applaus. Und unten
auf dem Spielfeld tanzte ein Knäuel von Spielern mit nackten
Oberkörpern. Kurz: Die Emotionen brachen sich Bahn,
nachdem die erste Männermannschaft der SG Hegensberg-Liebersbronn nach
einem fulminanten Auftritt den TSV Wolfschlugen klar und deutlich mit
37:29 (16:15) in die Schranken gewiesen hatte – und damit vorzeitig den
Klassenerhalt sicherte. Interimstrainer Manuel
Späth war auch in seinem zweiten Spiel hochzufrieden mit dem Team. „Die
Jungs haben es auch heute wieder sehr gut gemacht. HeLi spielt verdient
auch in der kommenden Saison in der Baden-Württemberg-Oberliga“, sagte
der Headcoach, der von Sommer an dem Trainerstab
des Regionalligisten HSG Ostfildern angehören wird.
„Mission erfüllt“ – so könnte die Schlagzeile lauten im Blick auf Manuel
Späth, der bei HeLi erst vor zwei Wochen nach dem Rücktritt von Trainer
Veit Wager eingestiegen ist und die richtigen Akzente setzte, um die
nach zahlreichen Niederlagen verunsicherte
SG wieder auf Kurs zu bringen. Zu welchen Leistungen das Team um
Kapitän Moritz Hettich fähig ist, zeigte sich auch gegen Wolfschlugen
wieder. Da stand ein verschworener Haufen auf dem Parkett, entschlossen,
willensstark, kompromisslos in der Defensive um
Lukas Wester-Ebbinghaus und Vize-Kapitän Robin Habermeier und die
starken Keeper Finn Hummel (Halbzeit eins) und Maxi Blum (Halbzeit zwei)
sowie mit enormer spielerischer Qualität im Angriff. Es war, jenseits
einzelner Namen, erneut eine geschlossene Mannschaftsleistung,
die den Erfolg brachte.
Zwar
gehörten die ersten 15 Minuten dem TSV Wolfschlugen, der mit einem Sieg
den Relegationsplatz zwei absichern wollte. 10:7 lagen die Gäste nach
18 Minuten vorn. Doch die
Raptors fahnden immer besser in die Partie, machten einen
zwischenzeitlichen Drei-Tore-Rückstand wett und gingen mit einer Führung
schon in die Pause – 16:15.
So richtig drehten die Handballer vom Berg dann nach dem Wechsel auf,
als sie sich mit einem schnellen Vier-Tore-Lauf auf 20:15 absetzten.
Wolfschlugen fand keine Mittel mehr, kam in den ersten zwölf Minuten von
Halbzeit zwo auf gerade mal drei Tore und musste
in der Abwehr allzu häufig zusehen, wie sich die SG-Akteure um Torjäger
Yannik Heetel und den starken Noah Herda immer wieder durchtankten.
Richtig kritisch wurde es für HeLi nicht mehr, zumal auf der rechten
Seite Robin Habermeier und Paul Lampart im richtigen
Moment wichtige Tore beisteuerten. Allerspätestens nach 53 Minuten
zeichnete sich ab, wer als Sieger den Platz verlassen würde. HeLi führte
mit 33:25 und hielt Wolfschlugen bis zum Schluss auf großer Distanz.
„Derbysieg, letztes Heimspiel der Saison gewonnen,
Klassenverbleib klargemacht - wir sind einfach happy“, betonte Moritz
Hettich nach dem Schlusspfiff gegenüber der „Esslinger Zeitung“ und
vergaß im Moment des Triumphs auch Veit Wager nicht. „Veit hätte es
verdient gehabt, das mit uns zu feiern.“ Mit ihm war
HeLi in der vergangenen Saison erstmals überhaupt in der
Vereinsgeschichte in die BWOL aufgestiegen, mit ihm war eine
sensationelle Vorrunde gelungen, letztendlich die Grundlage für den
jetzt geschafften Klassenerhalt, den Manuel Späth jetzt sicherte. „Er
macht das sehr, sehr ruhig und besonnen, er hat eine klare Ansage“,
lobte der Kapitän den Interimscoach, „seine ruhige Art tut vielen von
uns gut.“ Sicher ist schon jetzt, dass die SG am Ende vor
Oberliga-Traditionsvereinen wie Söflingen oder Lauterstein landen
wird.
Fest steht auch: Team HeLi bleibt auch in der nächsten Saison
weitestgehend zusammen. Verabschiedet wurden lediglich Co-Trainer Marcel
Lutz, Abwehrstratege Lucas Schieche und Physio Moritz Jordan. Für alle
drei war es allerdings nicht die letzte Partie. Diese
steht am nächsten Sonntag bei den Wölfen Plankstadt an. Ziel dabei: ein
weiterer Sieg, um die Saison mit einem positiven Punktekonto
abzuschließen.
SG Hegensberg-Liebersbronn: Hummel, Blum (beide Tor); Marvin Schatz,
Lampart (4), Lennard Schatz, Fischer, Heetel (14/6), Habermeier
(3), Prauß, Wester-Ebbinghaus (5), Stammhammer (1), Hahnloser,
Hettich (4), Fausten, Herda (5), Schieche (1).








