M1: Manuel Späth springt als Trainer ein

13.04.2026

SG Hegensberg-Liebersbronn - SG Lauterstein 27:28 (11:16)

Es ist ein turbulentes Wochenende gewesen für die erste Männermannschaft der SG Hegensberg-Liebersbronn: Zuerst die denkbar knapp und unglückliche Niederlage im wichtigen Spiel gegen die SG Lauterstein. Dann - noch in der Kabine - der Rücktritt von Trainer Veit Wager. Und schließlich am späten Sonntagabend die Zusage von Manuel Späth, für die restlichen drei Spiele der Saison in der Baden-Württemberg-Oberliga die Rolle des Headcoaches zu übernehmen. Der 40 Jahre alte frühere Bundesligaspieler, der seine Karriere als aktiver Handballer vergangenen Sommer bei der HSG Ostfildern ausklingen ließ, hat sich in Abstimmung mit seiner Familie spontan entschlossen, die Aufgabe des "Feuerwehrmannes" zu übernehmen. "Ich hätte es sicher nicht überall gemacht", sagt Manuel Späth, "aber ich wohne in Esslingen, kenne die handelnden Personen bei HeLi seit vielen Jahren, und mir liegt einfach der Handball in der Region am Herzen. Es wäre schade, wenn die SG nach dem Aufstieg wieder runter müsste. Die Mannschaft hat auf jeden Fall das Potenzial für den Klassenerhalt."

Für die Raptors ist Manuel Späth "die perfekte Lösung", wie Fabian Sokele und Sebastian Dunz, der der den Erstkontakt hergestellt hat, vom Team der SG-Aktivenkoordinatoren sagen. Auch die Kapitäne Moritz Hettich und Robin Habermeier haben sich dabei intensiv eingebracht. Handlungsschnelligkeit war gefordert, nachdem Veit Wager kurzfristig seinen Abschied verkündet hatte. Direkt nach dem Schlusspfiff der Partie gegen Lauterstein bedankte er sich für die gute Zusammenarbeit, er habe aber das Gefühl, der Mannschaft in einer schwierigen Situation nicht mehr die notwendigen Impulse geben zu können. Verein und Mannschaft hätten gerne mit Veit Wager weitergemacht, um als Aufsteiger gemeinsam den Klassenerhalt in der Baden-Württemberg-Oberliga zu schaffen. „Veit Wager hatte unser vollstes Vertrauen. Wir haben ihm viel zu verdanken. Insofern bedauern wir die Entscheidung, wir akzeptieren sie aber natürlich“, so der HeLi-Vorstand. "Wir gehen in Gutem auseinander." Unter der Regie von Veit Wager hat sich das Team stark entwickelt und im Frühsommer 2025 den Aufstieg von der Verbandsliga in die BWOL perfekt gemacht.

Manuel Späth will nach eigenem Bekunden auf der "guten Arbeit" von Veit Wager aufbauen. „Die Mannschaft ist in Takt, in der kurzen Zeit werden wir da nicht allzu viel ändern. Aber ich denke, dass ich mit meiner Erfahrung helfen kann, dass einzelne Spieler und die Mannschaft ihr Potenzial wieder voll abrufen", sagt er. Manuel Späth hat 499 Bundesligaspiele absolviert, war eine Zeit lang in Porto aktiv und ist 40-facher Nationalspieler. Aktuell steht er kurz vor dem Abschluss der Handball-Trainer-B-Lizenz. Er arbeitet im Hauptberuf bei Leos Sportmarketing, lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Esslingen - und wird sich in der kommenden Saison wieder bei der HSG Ostfildern, seinem Heimatverein, engagieren. Die SG steht in der BWOL aktuell auf Platz neun unter 14 Mannschaften, von denen nach dem Stand der Dinge drei absteigen. Der HeLi-Vorstand ist optimistisch, das Ziel Klassenerhalt zu erreichen, jetzt erst Recht mit Manuel Späth: "Es geht eng zu in der Tabelle, aber wir sind über dem Strich, was an sich ein Erfolg ist, und wollen dies bis zum Schluss auch bleiben. Wir haben nach wie vor alles selbst in der Hand."

SG Hegensberg-Liebersbronn: Blum, Hummel (Tor); Lampart (1), Schatz (3), Fischer (1), Heetel (6/1), Habermeier, Prauß, Wester-Ebbinghaus (4) Stammhammer (5), Hahnloser (2), Hettich (1), Fausten, Herda (4), Schieche