M1: Wer kann spielen gegen Flein?

27.03.2026

M-OL-2: So, 29.03.26, 17:15 Uhr | TV Flein - SG Hegensberg-Liebersbronn

Die zwei Pluspunkte am vergangenen Wochenende gegen den TSV Bönnigheim haben der ersten Männermannschaft der SG Hegensberg-Liebersbronn gut getan. Und den Schwung aus dieser Partie wollen Kapitän Moritz Hettich und Co. nun in die schwere Auswärtspartie beim TV 1895 Flein mitnehmen. Die Vorzeichen stehen allerdings schlecht für die Oberliga-Handballer vom Berg. Nicht nur, dass der Tabellennachbar über einen bärenstarken Kader verfügt – fast mehr noch macht Veit Wager die eigene Personalsituation zu schaffen. Denn noch ist offen, wer überhaupt bei der Partie am Sonntag auflaufen kann. Von fünf Spielern aus dem defensiven Innenblock fallen drei sicher aus, weitere Spieler sind angeschlagen. „Das wird in jeder Hinsicht ein schwerer Gang“, sagt der HeLi-Headcoach, „aber wir haben nichts zu verlieren, wir können nur gewinnen.“ Spielbeginn ist um 17.15 Uhr in der Sandberghalle.

Flein gehört sicher zu den ambitionierten Teams in der Baden-Württemberg-Liga. „Es gibt kaum eine bessere Rückraum-Achse“, sagt Veit Wager, aber auch am Kreis und auf den außen gibt es Qualität – mit ein Grund, weshalb der TV in der Vorrunde im Spitzenfeld stand. Nach dem Jahreswechsel lief es aber plötzlich nicht mehr angesichts lauter Niederlagen bei nur zwei Unentschieden, was offenbar nicht dem eigenen Anspruch entsprach. Vor rund zwei Wochen folgte dann prompt ein Trainerwechsel, dem der erste Sieg 2026 folgte. Beiden Mannschaften stehen in der Tabelle momentan ganz dicht beieinander. Flein hat 22:20 Punkte auf dem Konto, HeLi 21:21.

Trotz dieser Ausgangslage ist Flein der klare Favorit – auch weil HeLi gravierende personelle Engpässe zu beklagen hat. Mit Robin Habermeier, Lukas Wester-Ebbinghaus und wohl auch Lucas Schieche fehlen gleich drei Spieler, die zentral decken aus, nur Lenni Schatz und Tobias Prauß stehen noch zur Verfügung. „Die beiden haben mein volles Vertrauen, aber 60 Minuten halten sie nicht durch“, sagt Veit Wager. Bisher war die Abwehr mit den vielen Wechselmöglichkeiten immer ein Trumpf. „Der fehlt diesmal, wir werden improvisieren müssen“, so der HeLi-Coach. Doch seine Erwartungshaltung an die Mannschaft ist auch klar: sich durch die Ausfälle nicht beirren zu lassen, die Situation anzunehmen – und die Aufgabe mit viel Herzblut anzugehen. „Wir müssen nach uns schauen, müssen mit Tempo und Risiko spielen und bei den Abschlüssen entschlossen agieren“, lautet das Credo. Kurz: „Wir wollen unsere maximale Leistung abrufen und den Gegner ärgern“, sagt Veit Wager, „und sofern sich eine Chance bietet, nehmen wir gerne auch die Punkte mit.“