M1: Torerekord im Schlüsselspiel

23.03.2026

SG Hegensberg-Liebersbronn – TSV Bönnigheim 40:35 (17:16)

Welch nervenstarker Auftritt, welcher Wille, welche Energie! Beim 40:35 (17:16) gegen den TSV Bönnigheim warf die M1 der SG Hegensberg-Liebersbronn alles in die Waagschale, um am Ende vor rund 250 Zuschauern enorm wichtige Pluspunkte in der Sporthalle an der Römerstraße zu behalten. „Wir hatten richtig Druck, das war die ganze Woche spürbar, und wir haben diesem Druck standgehalten“, sagte HeLi-Headcoach Veit Wager zufrieden. Nach einer Ergebniskrise von zuletzt sechs Niederlagen und einem Unentschieden in der so starken Baden-Württemberg-Oberliga war der erste Sieg im Jahr 2026 gegen den Tabellenletzten und Mitaufsteiger wichtig, um den Abstand nach unten zu halten. „Wir sind froh, dass es jetzt endlich geklappt hat“, so Wager.

Die Handballer vom Berg, die auf den erkrankten Linkshänder Benny Hahnloser verzichten mussten, starteten hellwach in dieses „Schlüsselspiel“, das der Trainer zuvor als „Do-or-die-Spiel“ bezeichnet hatte: siegen oder fliegen? Die Raptors flogen zunächst, führten schnell mit 3:0 und 5:2 – spürten dann aber rasch den heißen Atem der Gäste. Bönnigheim kämpfte über 60 Minuten hinweg mit Leib und Seele, um noch Chancen auf den Klassenerhalt zu wahren und blieb lange Zeit auf Schlagdistanz. Eine 14:10-Führung der SG nach 24 Minuten schmolz bis zum Seitenwechsel wieder auf ein Tor zum 17:16 zusammen, Spannung pur. 

Es war eine Partie, die beide Seiten mit offenem Visier angingen. Und während sonst in aller Regel die Defensive das Prunkstück von HeLi ist, musste es diesmal der Angriff richten. Alle 48 Sekunden zappelte hüben wie drüben der Ball ins Netz. Vor allem Rückraumshooter Alexander Stammhammer tat sich bei der SG mit seiner Wucht hervor und machte eine „herausragende Partie“, wie Veit Wager lobte. Aber auch Yannik Heetel tat sich als Dauertorschütze hervor. Beiden gelangen jeweils zwölf Treffer.

Allein, Bönnigheim blieb auch nach dem Wechsel dran. HeLi legte zwar weiter vor, mehrfach aber schaffte der TSV den Ausgleich, zuletzt zum 30:30 nach 50 Minuten. Würde die Begegnung kippen? Auszeit HeLi. Beginn der Crunch-Time. Anders als zuletzt gab sich die SG in der entscheidenden Phase keine Blöße. Das Kollektiv von HeLi funktionierte nun in der Abwehr besser (Robin Habermeier sprang trotz kaputten Daumens in die Bresche), unterstützt durch etliche Paraden nun von Keeper Maxi Blum. Und vorne setzte sich Dank der guten Steuerung von Kapitän Moritz Hettich mehrmals Lukas Wester-Ebbinghaus erfolgreich in Szene. Ein 4:0 und 6:1-Lauf bis zur 55. Minute brachte die Gastgeber schließlich auf die Siegerstraße, auch eine offene Manndeckung nutzte Bönnigheim nun nichts mehr. Die HeLi-Fans standen Kopf als kurz vor Ende Treffer Nummer 40 fiel, eine Seltenheit.

Fazit: HeLi rangiert mit nunmehr 21:21 Punkten im Mittelfeld der Tabelle. „Die Mannschaft hat Charakter gezeigt“, wie Headcoach Veit Wager befindet, „der Sieg tut uns in vielerlei Hinsicht gut.“

SG Hegensberg-Liebersbronn: Hummel, Blum (beide Tor); Lampart (2), Schatz, Fischer, Gertz, Rosenbauer, Heetel (12/4), Habermeier (1), Prauß, Wester-Ebbinghaus (6/1), Stammhammer (12), Hettich (5), Fausten, Herda (2).