M1: Derby gegen Tabellenführer
19.02.2026
M-OL-2: Sa, 21.02.26, 20:15 Uhr | SG Hegensberg-Liebersbronn - SKV Unterensingen
Es ist ein besonderer Leckerbissen, auf den sich die Handball-Gemeinde auf dem Berg freuen kann: Am Samstag gastiert mit dem SKV Unterensingen das absolute Topteam der Baden-Württemberg-Oberliga, der souveräne Tabellenführer und Aufstiegsfavorit, in der Sporthalle an der Römerstraße. „Unterensingen ist das mit Abstand kompletteste Team der Liga“, sagt HeLi-Headcoach Veit Wager über seinen Heimatverein. „Und wir sind diesmal sicher klarer Außenseiter.“ Gerade daraus erwächst aber auch eine Chance. „Wir haben nichts zu verlieren“, so der Raptorstrainer, „und werden in diesem Derby alles in die Waagschale werfen.“ Anpfiff ist um 20.15 Uhr.
Der Blick auf die Tabelle sagt im Grunde genommen alles: nach 17 Spieltagen dreht der SKV einsam seine Kreise an der Spitze der BWOL-Staffel 2. 27:7 Punkte stehen auf dem Konto der Gäste, die sich bisher kaum eine Blöße gegeben haben und immer sehr dominant aufgetreten sind. „Das ist eine sehr erfahrene, sehr eingespielte Mannschaft“, weiß Veit Wager, „eine Mannschaft auch, die in jedem einzelnen Mannschaftsteil herausragend besetzt ist.“ Das Prunkstück der Unterensinger ist sicher die offensive, äußerst unangenehme Abwehr samt starkem Torhüter. „Sie stören extrem früh, sind unheimlich beweglich, da tut sich jeder Gegner schwer“, so der SG-Coach. HeLi selbst musste im Hinspiel beim SKV deutlich Lehrgeld bezahlen: stark ersatzgeschwächt „hatten wir keine Chance“, wie sich Veit Wager erinnert.
Erschwerend kommt diesmal hinzu: die Handballer vom Berg sind mit drei Niederlagen ins neue Jahr gestartet. Bei zwei schweren Auswärtsspielen war HeLi zwar dran, kehrte aber mit leeren Händen zurück; und daheim gegen Söflingen fehlte am Ende das Matchglück. Aber all das ist kein Drama, wie Veit Wager und die Mannschaft wissen. „Das passiert in dieser ausgeglichenen Liga ganz schnell“, sagt der Headcoach. „Wichtig ist nur, dass wir nicht hadern und den Kopf frei behalten.“ So gesehen kommt Unterensingen vielleicht auch gerade recht. Nichts muss in dieser Partie, alles kann. „Wir wollen mutig und kreativ sein und Unterensingen immer wieder vor Herausforderungen stellen. In der Abwehr müssen wir auch eklig sein wollen und brauchen eine gute Torhüterleistung“, sagt Veit Wager. Dann kann gelingen, was unter anderem Ziel ist: nämlich den Favoriten möglichst kräftig zu ärgern.
